|
|

Marion Dirks - Reden
Rede zum Sommerempfang am 16. Mai 2009
vor der Domschenke Groll
- Es gilt das gesprochene Wort -
Liebe Gäste,
als ich vor fünf Jahren zum Entsetzen der etablierten
Parteien die Bürgermeisterwahl gewann, kam von
Ihnen die klare Aussage: Denken Sie immer daran,
wir Bürger sind Ihre Partei.
Und genauso ist es auch gekommen. Fünf Jahre sind
rasend schnell vergangen, wir blicken zurück auf
bewegende Jahre mit vielen Aktionen und für eine
Bürgermeisteramtsperiode ungewöhnlich viele
Projekte.
Ich freue mich über gelebte Bürgernähe, ich freue
mich, Ihre Initiativen wie z.B. den Bau des innovativen
Radweges in Hamern unterstützt zu haben. Ich freue
mich, dass Sie meine Initiativen unterstützt haben zur
Weiterentwicklung unserer Stadt zu einer Stadt für alle.
Wir sind auf dem Wege zu einer generationengerechten
Stadt, in der Barrieren jeder Art abgebaut werden sollen.
Barrieren in den Köpfen, Barrieren zwischen Außen- und
Innenbereich, Barrieren auf den Straßen und in den
Häusern
Ich freue mich, dass wir mit vielen Aktionen wie
"Unsere Stadt blüht auf", WM-Teamstadt, "Ab in die
Mitte", die neue Veranstaltung "Gans Billerbeck", und
auch als "Filmstadt Billerbeck" viel Leben in die Stadt
bringen konnten.
Ich freue mich, dass Fördermittel fließen und wir endlich
unser Denkmal Freibad erleben können, die Hauptschule
zur Ganztagsschule weiterentwickeln konnten und über
LEADER europäische Fördertopfe anzapfen können.
Ich freue mich ganz besonders, dass mit den Trägern
Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren geschaffen
werden konnten, und wir kreisweit auf eine führende
Quote verweisen können.
Ich freue mich vor allem, dass Finanzen in Ordnung
gebracht werden konnten, wir haben alte Fehlbeträge
abgebaut und sind raus aus der Haushaltssicherung.
Für die Zukunft müssen wir dennoch die Finanzen
im Blick halten. Der gerade gewonnene Spielraum wird
durch die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise
gefährdet, daher müssen wir Vorsicht walten lassen mit
Wahlgeschenken und Versprechungen, Das ist mein
Appell an die Parteien, die sich um Ratsmandate
bewerben.
Als unabhängige Bürgermeisterin erlebe ich, dass
vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Menschen
im Sinne der Entwicklung Billerbecks möglich ist.
Keine Hinterzimmer-Politik, keine Partei-Räson
für mich der einzig gangbare Weg, als Bürgermeisterin
keiner Partei verpflichtet zu sein.
Das Machtgerangel ist in vollem Gange, drei weitere
Bürgermeister-Kandidaten verschiedener Parteien
wollen meinen Stuhl. Das wundert mich nicht. Denn
immer hin macht es viel Freude, in Billerbeck
Bürgermeisterin zu sein.
Dass sich sogar Dülmener für das rege Leben in
unserer Stadt interessieren und aus dem Staunen
nicht herauskommen, bestätigt mich in meiner Arbeit.
Dass nun aber sogar noch ein heimlicher
Bürgermeister-Kandidat hinzukommt, der das
sticheln nicht lassen kann und offenbar nicht gerne
sieht, dass sich in Billerbeck auch ohne ihn Menschen
für ihre Stadt erfolgreich engagieren, dass hat uns
gerade noch gefehlt.
Ich stehe weiterhin nur in Ihrer Pflicht, suche Ihre
Unterstützung für meine Ideen und unterstütze sie bei
Ihren Ideen.
Wie geht es in Billerbeck nun weiter? Die Fundamente
sind gelegt, bei den Bauprojekten: Sanierung der
Realschulaula, der Realschulturnhalle, wenn Fördermittel
fließen. Abschluss der Sanierung der Hauptschule.
Dazu muss das künftige Gesicht der Fußgängerzone
entwickelt und umgesetzt werden.
Der Handel muss Strategien zur Positionierung der
Einkaufsstadt Billerbeck entwickeln, wichtig ist hier die
Vernetzung mit den Bereichen Kultur und Tourismus,
die bislang nicht ausreichend gelingt.
Die Beteiligung von Jugendlichen an der
Stadtentwicklung ist ebenfalls auf dem Weg.
Schule in Billerbeck muss angesichts
zurückgehender Schülerzahlen so entwickelt werden,
dass möglichst viele junge Menschen vor Ort ein Angebot
vorfinden, Und vor allem haben wir gelernt, das
Familienförderung und Wirtschaftsförderung untrennbar
miteinander verbunden sind.
Sie merken, wir haben noch viel vor. Daher möchte ich
Billerbecks Bürgermeisterin bleiben: Für Sie. Für euch,
für uns alle.
|
|
|