Home

Grußwort zum Neujahresempfang in der Stadt Billerbeck am 4. Januar 2015
Es gilt das gesprochene Wort -

Sehr geehrter Herr Propst Serries, sehr geehrter Herr Pfarrer Ring,
sehr geehrte Damen und Herren,


ich freue mich sehr, dass wir die Tradition fortsetzen und abwechselnd Gastgeber des Neujahrsempfanges in der Stadt Billerbeck sind. In diesem gerade einmal wenige Tage alten Jahr 2015 sind wir alle Gäste der Katholischen Pfarrgemeinde. Danke, dass wir hier sein dürfen. Ich überbringe Ihnen im Namen von Rat und Verwaltung die besten Wünsche für das neue Jahr. Vor allem wünsche ich uns allen Gesundheit. Denn dann haben wir den Kraft und den Elan, die vor uns liegenden Aufgaben zu erfüllen.

Verabschiedet haben wir uns von einem Jahr, das geprägt war von vielen Diskussionen über die Ausrichtung unserer Stadt. Ausgehend vom Leitbild der barrierefreien Stadt für alle stimmen wir miteinander ab, wie der Stadtraum aussehen soll. Gleichzeitig geht es darum, die Funktionen unserer Innenstadt neu auszurichten. Der Handel befindet sich im Wandel und dieser Wandel hinterlässt Lücken. Mit der Gründung der Bürgergenossenschaft, die im November mit dem Domkontor das erste Geschäft unter dem Oberbegriff Kunst und Genuss eröffnen konnte, ist ein wichtiger Schritt gemacht. Auf diese Weise nehmen die Bürger selbst in die Hand, was der Markt nicht zu unserer Zufriedenheit regeln kann.
Genau das ist unser Weg in Billerbeck. Wir können nicht warten, was andere tun, und sollten nicht beklagen, was nicht getan wird, sondern weiterhin das Heft selbst in die Hand nehmen. Das tun auch die Bürger im neu gegründeten Verein Bürgerbus Billerbeck, um in einer älter werdenden Gesellschaft die Mobilität zu erhalten.

Ich freue mich sehr, dass es so viele Beispiele gibt, wie es Bürgerinnen und Bürger Seite an Seite mit Rat und Verwaltung gelingt, diese wichtigen Aufgaben zu bewältigen. Schließlich werden die Aufgaben in 2015 nicht weniger. Das Integrierte Handlungskonzept für die Innenstadt ist auf dem Weg der Verwirklichung, die ersten Fördermittel sind bewilligt. Citymanagement zur Unterstützung der Innenstadt, der Umbau des Schulhofes des Johannisschulgebäudes und der Aufzug im Rathaus werden als erste Wirklichkeit.
Wieder mit den Bürgern wollen wir weiterhin Radwegelücken schließen. Für unsere jungen Familien weisen wir in kleinen Schritten neue kleine Baugebiete aus. Für die Zukunft der Wirtschaftswege soll es in 2015 ebenso eine Antwort geben wie auf die Frage, wie der Breitbandausbau wirksam vorangetrieben werden kann. Dies sind nur einige wenige Beispiele der vielen Themen, die auf der Agenda stehen.

Sehr froh bin ich über die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Kirchengemeinden und der Stadt. Wir werden uns in 2015 dem Thema Willkommenskultur intensiv widmen. Jeder neue Bürger soll eine Begrüßungsmappe erhalten, deren Informationen wir gemeinsam zusammenstellen. Jeweils am Stadtfestsamstag soll dann eine Stadtführung eigens für Neubürger stattfinden, in dessen Verlauf sie die Stadt und die Kirchengemeinden kennenlernen können. Beim abschließenden Imbiss können dann Kontakte geknüpft werden. Sicherlich ein guter Einstieg.

Viele Themen werden wir im Rahmen unserer LEADER-Bewerbung aufgreifen und wenn wir hoffentlich Erfolg haben, auch mit finanzieller Unterstützung angehen können. So beschäftigen uns die Themen Wirtschaftsraum, Kulturraum und vor allem auch Sozialraum Baumberge.
In diesem Sozialraum sind bereits heute viele ehrenamtliche Frauen und Männer aktiv. Dieses Engagement verdient höchste Anerkennung. In Billerbeck haben wir uns dazu entschieden, nicht Einzelne herauszuheben und zu ehren, sondern alle fünf Jahre ein großes Fest für das Ehrenamt zu veranstalten. Das soll auch weiter geschehen. Allerdings ist es durch die großzügige Unterstützung der Sparkasse Westmünsterland möglich, in den nächsten fünf Jahren jährlich 1000 Euro für einen Ehrenamtspreis in Billerbeck auszuloben.
Wir sind weiterhin gemeinsam der Auffassung, dass keine einzelne Person herausgehoben werden soll. Denn wer kann schon ermessen, welches Engagement mehr wert ist. Jede einzelne Stunde uneigennütziger Einsatz ist wichtig. Wir können aber sehr wohl Initiativen, Vereine oder Projekte mit diesem Geld unterstützen.
Daher haben wir uns entschieden, angesichts der aktuellen Lage und der besonderen Herausforderungen den Ehrenamtspreis 2014 in der Stadt Billerbeck der Flüchtlingshilfe zur Verfügung zu stellen. Das Sozialbüro Rat und Hilfe der Katholischen Pfarrgemeinde und der Arbeitskreis Hiergeblieben, angesiedelt bei der evangelischen Kirchengemeinde, erhalten diesen Preis zu gleichen Teilen, um die ehrenamtliche Arbeit mit den Flüchtlingen hier in Billerbeck zu unterstützen.
Angesichts der großen Herausforderungen ist die Stadt Billerbeck auf die ehrenamtliche Unterstützung angewiesen. Der Strom der Menschen, die den Kriegswirren oder der Verfolgung entkommen wollen, reißt nicht ab. Hier sind wir gemeinsam in der Verpflichtung, das zu tun, was uns möglich ist.

Ich bedanke mich bei allen Helferinnen und Helfern herzlich für das Engagement und freue mich weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit. Der Sparkasse Westmünsterland, heute vertreten durch ihren Regionaldirektor in Billerbeck, Karl-Heinz Thier, sage ich herzlichen Dank für die großzügige Spende.