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Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr am 22. November 2014 im Feuerwehrgerätehaus
- Es gilt das gesprochene Wort -

Sehr geehrter Herr Langner,
sehr geehrter Herr Niehues,
liebe Kameradinnen und Kameraden,

ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Billerbeck haben wir während des ganzen Jahres gefeiert. Höhepunkt waren sicherlich der Festakt, der Große Zapfenstreich und die großen Partys im Mai. Die Kapellen vor dem Dom hatten gerade ihre ersten Beiträge gespielt hatten, als die große Regenfront zuschlug. Alle Zuschauer suchten Schutz. Glücklicherweise schloss Propst Serries den Dom auf. Der Türöffner für Gänsehautatmosphäre. Alle Kameradinnen und Kameraden standen im Mittelgang, die Musik zog uns in ihren Bann. Obwohl alle ziemlich nass geworden waren, zogen alle mit zum Feuerwehrgerätehaus und feierten gemeinsam. Ein tolles Erlebnis für die ganze Stadt. Ich möchte allen, die mitgeholfen haben, noch einmal gratulieren zu der hervorragenden Vorbereitung und ganz herzlich Danke sagen. Hervorragende Leistung.

Doch trotz des Jubiläums war der Feuerwehralltrag schnell wieder da. Seit der letzten Generalversammlung werden mehr als 70 Einsätze gezählt, darunter auch Unterstützung der Kollegen in Nottuln bei einem Großbrand und in Havixbeck bei Hochwasserereignissen. Bei einem Feuer in der Innenstadt kamen Menschen in Gefahr.
Damit Sie das alles leisten können, müssen Sie sich körperlich und geistig fit halten. Hier ist Professionalität gefragt und ständige Übung. „Schnell wie die Feuerwehr“ lautet seit langem eine Redewendung. Darin schwingen Respekt und Anerkennung mit. Dem schließe ich mich an und möchte hinzufügen: Etwas Besonderes hat dieses Bild geprägt: Das ist die bedingungslose Bereitschaft, Mitbürgern ohne Ansehen der Person in Gefahr und unter Einsatz des eigenen Lebens zu helfen.

Die Feuerwehr tut aber noch mehr. Ich meine jetzt nicht die vielen Aufgaben neben der Brandbekämpfung, zum Beispiel die Vorbeugung. Ich meine etwas anderes. Unsere Feuerwehr ist aus dem Stadtleben nicht wegzudenken. Hier erleben junge Menschen oft zum ersten Mal, wie sehr sie gebraucht werden und wie schön es ist, gebraucht zu werden. Hier in der Freiwilligen Feuerwehr Billerbeck wachsen Generationen zusammen, in Verantwortung für die Nachbarschaft und das Gemeinwohl.

Der römische Kaiser Septimus Severus hatte erkannt, wie wichtig die Feuerwehr ist. Deshalb hat er im Jahr 205 nach Christus die Angehörigen der Feuerwehr der Römersiedlung Flavia Solva – das liegt in der heutigen Steiermark – von öffentlichen Abgaben befreit. Diese Macht habe ich in Billerbeck leider nicht. Dennoch versuchen Rat und Verwaltung stets, die Freiwillige Feuerwehr so auszustatten, dass die Arbeit auch geleistet werden kann. So können wir in Kürze einen neuen Feuerwehrwagen einweihen. Mittlerweile hat das Feuerwehrgerätehaus auch mit halber Stundenzahl einen eigenen Hausmeister, alles Schritte zur Entlastung des Ehrenamtes. In diesem Sinne werden wir konstruktiv weiter arbeiten, um Brandschutz und Hilfeleistungen in Billerbeck sicherstellen zu können.