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Billerbecker Anzeiger
vom 27. September 2004:



"Ein Traumergebnis"

Marion Dirks und Hubertus Messing in der Stichwahl

-ct- Billerbeck. Marion Dirks und Hubertus Messing
gehen in die Stichwahl um das Bürgermeisteramt.
Die Einzelbewerberin erhält im ersten Wahlgang
39,5 Prozent der Stimmen und liegt damit deutlich
vor dem CDU-Bewerber Hubertus Messing (31,6 Prozent)
und SPD-Kandidat Klaus Wieling, der mit nur 28,9 Prozent
der Stimmen ein enttäuschendes Ergebnis erzielt.

Dirks lässt sich gestern Abend im Bürgerhaus als Siegerin
feiern. „Das ist ein Traumergebnis für mich. Ziel war die
Stichwahl, aber dieses Ergebnis hat mich wirklich
überrascht“, sagt die 43-Jährige, während sie zahlreiche
Hände schüttelt und von Familienmitgliedern und
Freunden umarmt wird.

Geradlinig und mit klarem Ziel sei sie ihren Weg und auf
die Menschen zugegangen, erklärt Dirks ihr gutes
Ergebnis. Sie ist überzeugt, den besseren Wahlkampf
gemacht zu haben. Natürlich habe sie sich als parteilose
Einzelbewerberin auch einen allgemeinen Trend zunutze
machen können. Dirks: „Die Leute haben die Nase voll
von Parteien und Parteiengezänk.“ Ab heute wird sie
sich auf die Stichwahl vorbereiten. „Das Wichtigste ist,
die Wähler jetzt noch einmal zu mobilisieren.“

Schon wieder voll auf Wahlkampf eingestellt ist CDU-
Kandidat Hubertus Messing, denn „Stichwahlen haben
ihre eigenen Gesetze“, so seine Einschätzung. Die
nächsten 14 Tage will er intensiv nutzen, um am 10.
Oktober das Rennen zu machen. Er freue sich, in die
Stichwahl gekommen zu sein, mit der zu rechnen
gewesen sei, gleichwohl wäre es ihm natürlich lieber
gewesen, auf Augenhöhe mit seiner Gegenkandidatin
anzutreten. Beide, Dirks und Messing, sind gespannt,
wie sich die SPD-Wähler bei der Stichwahl entscheiden
werden. Prognosen wollen sie nicht abgeben, aber in
den nächsten Tagen das Gespräch mit den Vertretern
des Ortsvereinsvorstandes suchen.

SPD-Kandidat Klaus Wieling wirkt gestern geschockt,
obwohl er selbst sagt, weder enttäuscht noch frustriert,
sondern lediglich überrascht zu sein. Wieling hat damit
gerechnet, in die Stichwahl zu kommen. Am Ende
verschlechtert er sich gegenüber der Kommunalwahl
1999 um rund 10 Prozent und muss auch einige der
SPD-„Hochburgen“ an Marion Dirks abtreten, zum Beispiel
den Wahlbezirk 8 (Oberlau), wo Dirks 44,3 Prozent der
Stimmen holt oder den Wahlbezirk 5 (Wüllen, Kerkeler),
wo Dirks ebenfalls mit 43,19 Prozent das beste Ergebnis
erzielt. Eine Erklärung für sein Ergebnis hat Wieling nicht.
„Ich habe keine Ahnung, und es entspricht auch nicht
den Stimmungen, die ich erfahren habe.“ Gegenwind aus
Berlin habe Wielings Ansicht nach „überhaupt keine Rolle“
bei der Kommunalwahl gespielt. Auf die Frage, ob mit der
Niederlage nun auch seine 25-jährige kommunalpolitische
Laufbahn beendet sei, antwortet Wieling zunächst
ausweichend: „Ich warte erst noch das Ergebnis der
Ratswahl ab.“ Die bringt keine Veränderung gegenüber
1999 (siehe weiteren Bericht). Wieling trifft aber keine
spontane Entscheidung, wie‘s für ihn persönlich
weitergeht. „Das sage ich Ihnen nächste Woche.“

Ein kurzer Händedruck zwischen den Kontrahenten,
die es gestern in die Stichwahl schafften. Marion Dirks
ist mit einem deutlichen Vorsprung vor Hubertus Messing
weiter.

Marion Dirks

Weihgarten 2
48727 Billerbeck

Telefon 02543 25260
Telefax 02543 25261
info@mariondirks.de

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